
Inhaltsverzeichnis
01
Was ist eine Baufinanzierung?
02
Der Ablauf bei PMG insura
03
Welche Unterlagen brauche ich?
04
Eigenkapital — wie viel wirklich?
05
Kaufen oder mieten?
06
Nebenkosten beim Immobilienkauf
07
Bonität & Schufa
08
Zinsen & Zinsbindung
09
Tilgung richtig wählen
10
Annuitätendarlehen erklärt
11
Anschlussfinanzierung & Prolongation
12
Was kostet mein Kredit wirklich?
13
Makler vs. Direktbank
14
Häufige Fehler
15
Absicherung der Baufinanzierung
16
KfW-Förderung & staatliche Hilfen
17
Baufinanzierung für Selbstständige
18
Immobilie als Kapitalanlage
19
Modernisierung & Sanierung
20
Neubau, Fertighaus oder Bestand?
21
Häufige Fragen (FAQ)
Der Kauf oder Bau einer Immobilie gehört zu den größten finanziellen Entscheidungen im Leben. Die wenigsten können eine Immobilie aus eigener Tasche bezahlen — deshalb gibt es die Baufinanzierung. Auf dieser Seite erklären wir dir alles Wichtige: von den Grundlagen über Zinsen und Tilgung bis zur passenden Absicherung. Klar, ehrlich und ohne Verkaufsgespräch.
Das Wichtigste in Kürze
Eine Baufinanzierung ist ein zweckgebundenes Darlehen, abgesichert durch eine Grundschuld auf die Immobilie
Faustregel: mindestens 20 % Eigenkapital plus Kaufnebenkosten (8–15 % des Kaufpreises) solltest du selbst mitbringen
Vergleiche immer den Effektivzins, nicht den Sollzins — und hole Angebote von mehreren Banken statt nur der Hausbank ein
Ein Finanzierungsmakler kostet dich nichts extra — der Zinssatz ist derselbe wie direkt bei der Bank
Wir vergleichen über 400 Bankpartner und koordinieren KfW- und Förderanträge für dich
Vergiss die Absicherung nicht: Risikoleben, Berufsunfähigkeit und Wohngebäudeversicherung gehören zur Baufinanzierung dazu
Was ist eine Baufinanzierung?
Was ist eine Baufinanzierung?
Der Kauf oder Bau einer Immobilie gehört zu den größten finanziellen Entscheidungen im Leben. Die wenigsten können eine Immobilie aus eigener Tasche bezahlen — deshalb gibt es die Baufinanzierung.
Die einfache Definition
Eine Baufinanzierung ist ein zweckgebundenes Darlehen, das du von einer Bank oder einem anderen Kreditgeber erhältst, um eine Immobilie zu kaufen, zu bauen oder grundlegend zu sanieren. Die Immobilie dient dabei als Sicherheit für die Bank — sie wird als Grundschuld im Grundbuch eingetragen. Das heißt: Kannst du deine Raten nicht zahlen, hat die Bank das Recht, die Immobilie zu verwerten.
Im Gegensatz zu einem normalen Ratenkredit ist die Baufinanzierung durch die Immobilie abgesichert — deshalb sind die Zinsen deutlich günstiger als bei anderen Kreditformen.
Wer ist an einer Baufinanzierung beteiligt?
Beteiligter
Rolle
Kreditnehmer
Du — derjenige, der das Darlehen aufnimmt und zurückzahlen muss
Kreditgeber (Bank)
Stellt das Kapital zur Verfügung und erhält dafür Zinsen
Vermittler / Makler
Vergleicht Angebote verschiedener Banken — kostenlos für dich, vergütet durch die Bank
Notar
Beurkundet den Kaufvertrag und die Grundschuldbestellung
Grundbuchamt
Trägt die Grundschuld zugunsten der Bank ein
Gutachter / Sachverständiger
Ermittelt den Marktwert der Immobilie
Wie funktioniert eine Baufinanzierung grundsätzlich?
Die Bank leiht dir Geld, du kaufst damit die Immobilie — und zahlst den Kredit über viele Jahre in monatlichen Raten zurück. Diese Rate besteht immer aus zwei Teilen:
—
Zinsanteil: Der Preis für das geliehene Geld. Sinkt mit der Zeit, weil die Restschuld kleiner wird
—
Tilgungsanteil: Damit zahlst du das eigentliche Darlehen zurück. Steigt mit der Zeit
Die gleichbleibende monatliche Rate aus Zins und Tilgung heißt Annuität — mehr dazu weiter unten im Abschnitt „Annuitätendarlehen einfach erklärt“.
Was unterscheidet Baufinanzierung von anderen Krediten?
Merkmal
Baufinanzierung
Konsumentenkredit
Zinssatz
Sehr niedrig (aktuell ca. 3–4,5 %)
Deutlich höher (6–15 %)
Laufzeit
10–35 Jahre
1–7 Jahre
Absicherung
Grundschuld auf Immobilie
Keine oder Bürgschaft
Zweckbindung
Nur für Immobilienkauf/-bau
Frei verwendbar
Betrag
Oft 100.000–600.000 €
Meist bis 50.000 €
Welche Arten von Baufinanzierungen gibt es?
—
Annuitätendarlehen: Standardform mit gleichbleibender monatlicher Rate
—
Volltilgerdarlehen: Vollständige Tilgung innerhalb der Zinsbindungsdauer — keine Anschlussfinanzierung nötig
—
Endfälliges Darlehen: Während der Laufzeit nur Zinsen, am Ende die komplette Summe auf einmal
—
KfW-Darlehen: Staatlich gefördert, besonders günstige Konditionen für Energieeffizienz oder bestimmte Zielgruppen
—
Bausparfinanzierung: Kombination aus Bausparvertrag und Darlehen — heute oft nicht mehr die günstigste Lösung
Unser Tipp
Für die meisten Käufer ist das klassische Annuitätendarlehen die beste Wahl — planbar, sicher und weit verbreitet.
Der Ablauf bei PMG insura
Der Ablauf einer Baufinanzierung bei PMG insura — Schritt für Schritt
Eine Baufinanzierung ist kein spontaner Kauf. Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Schlüsselübergabe vergehen oft mehrere Monate. Wir begleiten dich auf dem gesamten Weg.
Der Ablauf in 8 Schritten
Schritt
Was passiert
1. Erstberatung
Wir besprechen deine Wünsche, dein Budget, deine Situation. Kostenlos und unverbindlich
2. Bonitätsprüfung & Eigenkapitalanalyse
Wir prüfen, was du finanzieren kannst — realistisch und ehrlich
3. Immobilie suchen
Du suchst dein Traumobjekt — wir geben dir eine Finanzierungszusage als Verhandlungsvorteil mit
4. Finanzierungsvergleich
Wir vergleichen Angebote von über 400 Banken
5. KfW- und Förderantrag
Wir beantragen alle verfügbaren Förderungen — bevor du unterschreibst
6. Kreditantrag stellen
Mit dem besten Angebot stellen wir gemeinsam den formalen Antrag bei der Bank
7. Notartermin & Kaufvertrag
Du unterzeichnest beim Notar — wir koordinieren die Darlehensauszahlung
8. Laufende Betreuung
Wir bleiben dein Ansprechpartner: Anschlussfinanzierung, Sondertilgungen und alles, was kommt
Was das für dich bedeutet
Du musst nicht zu einer Bank gehen und betteln. Wir kommen zu dir — auch digital per Videocall. Wir vergleichen den Markt für dich und begleiten dich von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe.
Lass uns unverbindlich über deine Situation sprechen
Der erste Schritt kostet dich nichts. Wir hören zu, rechnen ehrlich und sagen dir, was realistisch möglich ist.
Welche Unterlagen brauche ich?
Welche Unterlagen brauche ich?
Eine Baufinanzierung benötigt Dokumente — und nicht wenige. Wer vorbereitet in die Beratung geht, spart Zeit und beschleunigt den Prozess.
Persönliche Unterlagen
—
Gültige Ausweiskopie (Personalausweis oder Reisepass) aller Kreditnehmer
—
Aktuelle Meldebestätigung (nicht älter als 3 Monate)
—
Letzte Schufa-Auskunft (kann auch von der Bank angefordert werden)
Einkommensnachweise — für Angestellte
—
Aktuelle Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate
—
Letzter Einkommensteuerbescheid
—
Arbeitsvertrag (besonders wichtig bei befristetem Vertrag oder Probezeit)
—
Ggf. Nachweise über Zusatzeinkünfte (Miete, Rente, Nebenjob)
Einkommensnachweise — für Selbstständige
—
Steuerbescheide der letzten 2–3 Jahre
—
Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanz der letzten 2–3 Jahre
—
Aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
—
Kontoauszüge der letzten 3–6 Monate (geschäftlich und privat)
Unterlagen zur Immobilie
—
Exposé oder Grundrisse der Immobilie
—
Kaufvertragsentwurf (sobald vorhanden)
—
Grundbuchauszug (vom Makler oder Notariat erhältlich)
—
Lageplan und Flurkarte
—
Fotos der Immobilie (innen und außen)
—
Baujahr, Wohnfläche, Energieausweis
—
Bei Neubau: Baubeschreibung, Baupläne, Kostenkalkulation
Unser Service
Du weißt nicht, wo du welche Unterlagen herbekommst? Wir erklären dir genau, wo und wie du jedes Dokument beschaffst — und prüfen alle Unterlagen auf Vollständigkeit, bevor wir sie bei der Bank einreichen.
Eigenkapital
Eigenkapital — wie viel brauche ich wirklich?
Eigenkapital ist das Fundament jeder guten Baufinanzierung. Je mehr eigenes Geld du einbringst, desto günstiger sind die Zinsen, desto geringer deine monatliche Rate.
Was zählt als Eigenkapital?
—
Guthaben auf Giro-, Tages- oder Festgeldkonten
—
Wertpapierdepots (Aktien, ETFs, Fonds — oft zu 60–80 % anrechenbar)
—
Zuteilungsreife Bausparverträge
—
Lebensversicherungen mit Rückkaufswert
—
Schenkungen von Eltern oder Verwandten
—
Eigenleistungen beim Hausbau (Muskelhypothek — begrenzt anrechenbar)
—
Grundstück, wenn bereits im Besitz des Käufers
Achtung
Aktien und Wertpapiere werden oft nur zu 60–80 % angerechnet, weil sie schwanken. Sprich das im Beratungsgespräch offen an — wir prüfen gemeinsam, was anrechenbar ist.
Wie viel Eigenkapital ist empfohlen?
Faustregel: mindestens 20 % des Kaufpreises plus die gesamten Kaufnebenkosten.
Kaufpreis
Empfohlenes Eigenkapital (20 %)
Kaufnebenkosten (ca. 8–12 %)
300.000 €
60.000 €
ca. 24.000–36.000 €
400.000 €
80.000 €
ca. 32.000–48.000 €
500.000 €
100.000 €
ca. 40.000–60.000 €
Rechenbeispiel
Bei 300.000 € Kaufpreis wären das mindestens 84.000–96.000 € Eigenkapital insgesamt.
Was passiert mit weniger Eigenkapital?
Finanzierungsart
Bedeutung & Konsequenz
80 % Finanzierung (20 % EK)
Beste Konditionen, niedrigste Zinsen — der Idealfall
90 % Finanzierung (10 % EK)
Noch gut — aber Zinsen steigen spürbar, Bonität muss sehr gut sein
100 % Finanzierung (0 % EK)
Möglich, aber teuer — nur für sehr sichere Einkommensprofile
110 % Finanzierung (Nebenkosten mitfinanziert)
Riskant — Banken sehr zurückhaltend, nur in Ausnahmefällen
Wichtige Erkenntnis
Jedes Prozent mehr Eigenkapital spart dir Zinsen — über die gesamte Laufzeit können das Zehntausende Euro sein.
Tipps zum schnelleren Eigenkapitalaufbau
—
Eltern oder Verwandte um zinsloses Darlehen oder Schenkung bitten — steuerfreie Freibeträge nutzen (10.000 € alle 10 Jahre je Elternteil)
—
Bausparvertrag frühzeitig bespart abschließen
—
ETF-Sparplan für mittelfristigen Vermögensaufbau (3–7 Jahre Horizont)
—
Eigenleistungen beim Bau einplanen (Muskelhypothek)
—
Wohnriester oder andere geförderte Sparformen nutzen
Kaufen oder mieten?
Kaufen oder mieten? — Die ehrliche Entscheidungshilfe
„Miete ist rausgeschmissenes Geld“ — diesen Satz hat jeder schon gehört. Stimmt er nicht unbedingt. Wir geben dir eine ehrliche, faktenbasierte Entscheidungshilfe.
Das Argument fürs Kaufen
—
Vermögensaufbau durch Tilgung — jede Rate ist eine Art Zwangssparen
—
Inflationsschutz — Immobilienwerte steigen langfristig mit der Inflation
—
Mietfreiheit im Alter
—
Gestaltungsfreiheit — renovieren, umbauen wie du willst
—
Emotionale Sicherheit
Das Argument fürs Mieten
—
Flexibilität — Umzug bei Jobwechsel, Trennung oder Lebensveränderung jederzeit möglich
—
Kein Klumpenrisiko — Kapital bleibt investierbar
—
Keine Instandhaltungskosten
—
Kein Zinsrisiko
Die ehrliche Wahrheit
Kaufen ist nicht automatisch besser als Mieten — und umgekehrt. Entscheidend sind: Wie lange bleibst du? Wie ist das Preis-Miet-Verhältnis vor Ort? Wie sicher ist dein Einkommen?
Der Kaufpreis-Miete-Faktor — die wichtigste Kennzahl
Formel: Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete = Kaufpreis-Miet-Faktor
Faktor
Bewertung
Typische Lage
Unter 20
Kauf günstig
Ländliche Regionen — Kaufen klar vorteilhaft
20–25
Neutral
Gute Balance — Kaufen lohnt sich mittelfristig
25–30
Teuer
Städtische Lagen — Kaufen nur bei langem Zeithorizont sinnvoll
Über 30
Sehr teuer
München, Hamburg, Frankfurt — Mieten kann rechnerisch vorteilhafter sein
Rechenbeispiel
Kaufpreis 400.000 € — Kaltmiete 1.200 €/Monat = 14.400 €/Jahr. Faktor: 400.000 ÷ 14.400 = 27,8. Typischer Wert für eine mittelgroße deutsche Stadt — Kaufen lohnt sich, aber erst nach mehreren Jahren.
Wann ist Kaufen eindeutig die bessere Wahl?
—
Du planst, mindestens 10 Jahre in der Immobilie zu bleiben
—
Du hast ausreichend Eigenkapital (mindestens 20 %)
—
Dein Einkommen ist stabil und gut planbar
—
Der Kaufpreis-Miet-Faktor liegt unter 25 in deiner Wunschlage
Wann ist Mieten die klügere Entscheidung?
—
Du bist beruflich mobil oder planst einen Jobwechsel
—
Der Kaufpreis-Miet-Faktor liegt über 30
—
Du hast wenig Eigenkapital und müsstest eine Hochprozentfinanzierung eingehen
—
Dein Einkommen ist unsicher oder schwankend
Nebenkosten
Nebenkosten beim Immobilienkauf
Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Nebenkosten können 8 bis 15 % des Kaufpreises ausmachen.
Überblick: Die wichtigsten Kaufnebenkosten
Kostenart
Höhe (ca.)
Hinweis
Grunderwerbsteuer
3,5–6,5 % je nach Bundesland
Pflicht — keine Umgehung möglich
Notarkosten
ca. 1,0–1,5 % des Kaufpreises
Für Kaufvertrag und Grundschuldbestellung
Grundbucheintrag
ca. 0,3–0,5 % des Kaufpreises
Eintrag der Eigentumsübertragung
Maklerprovision
ca. 3,57 % je Partei
Seit 2020: Käufer zahlt max. gleich viel wie Verkäufer
Gutachterkosten (optional)
500–2.000 €
Empfehlenswert bei Bestandsimmobilien
Umzugskosten
500–5.000 €
Je nach Entfernung und Umfang
Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Bundesland
Steuersatz
Beispiel bei 400.000 € Kaufpreis
Bayern, Sachsen
3,5 %
14.000 € — günstigstes Bundesland
Hamburg
4,5 %
18.000 €
Baden-Württemberg, Hessen
5,0 %
20.000 €
Berlin, Sachsen-Anhalt
6,0 %
24.000 €
Brandenburg, NRW, Thüringen
6,5 %
26.000 € — teuerste Bundesländer
Gut zu wissen
In Bayern und Sachsen zahlen Käufer aktuell die günstigste Grunderwerbsteuer in Deutschland — ein echter Standortvorteil für Immobilienkäufer in der Region Günzburg und Umgebung.
Gesamtbeispiel: Kaufnebenkosten auf einen Blick (Basis: 300.000 € Kaufpreis)
Kostenart
Betrag
Grunderwerbsteuer (Bayern, 3,5 %)
10.500 €
Notarkosten (ca. 1,2 %)
3.600 €
Grundbucheintrag (ca. 0,4 %)
1.200 €
Maklerprovision (3,57 % — wenn Makler beteiligt)
10.710 €
Gutachter (optional)
ca. 1.000 €
Summe ohne Makler
ca. 15.300 € (5,1 %)
Summe mit Makler
ca. 27.010 € (9,0 %)
Unser Rat
Plane die Kaufnebenkosten immer aus Eigenkapital — Banken finanzieren diese Kosten in der Regel nicht mit.
Laufende Kosten nach dem Kauf
—
Grundsteuer: ca. 100–400 € pro Jahr
—
Wohngebäudeversicherung: ca. 300–800 € pro Jahr — Pflicht bei Immobilienkrediten
—
Instandhaltungsrücklage: 1–1,5 % des Immobilienwerts pro Jahr
—
Hausgeld (bei Eigentumswohnungen): ca. 2–4 €/m² monatlich
Bonität & Schufa
Bonität & Schufa — was Banken prüfen
Bevor eine Bank dir Hunderttausende Euro leiht, will sie wissen: Kannst du das wirklich zurückzahlen?
Was ist Bonität?
Bonität bedeutet Kreditwürdigkeit. Gute Bonität = niedrigerer Zinssatz. Schlechte Bonität = höherer Zinssatz oder Ablehnung.
Was prüft die Bank konkret?
Kriterium
Was die Bank prüft
Einkommen
Höhe, Stabilität und Art. Festanstellung ist am besten
Ausgaben & bestehende Kredite
Alle laufenden Verpflichtungen werden abgezogen
Schufa-Score
Wichtigster externer Bonitätsindikator
Eigenkapitalquote
Mehr Eigenkapital = geringeres Risiko für die Bank
Beschäftigungsverhältnis
Befristeter Vertrag oder Probezeit verschlechtert die Bonität
Alter
Darlehen muss realistisch vor dem Rentenalter tilgbar sein
Immobilienwert
Beleihungswert bestimmt maximale Finanzierung
Was ist die Schufa — und wie funktioniert der Score?
Die Schufa sammelt Daten über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern. Der Score liegt zwischen 0 und 100 — je höher, desto besser.
Score-Bereich
Bewertung
Auswirkung auf Baufinanzierung
97–100
Sehr gutes Risiko
Beste Konditionen — keine Einschränkungen
95–97
Gutes Risiko
Normale Konditionen — kein Problem
90–95
Erhöhtes Risiko
Manche Banken verlangen Aufschläge
Unter 90
Hohes Risiko
Erschwerter Zugang — manche Banken lehnen ab
Was verschlechtert deinen Schufa-Score?
—
Zahlungsausfälle bei Krediten, Handyverträgen oder Versandhändlern
—
Mahnbescheide oder Inkasso-Einträge
—
Zu viele Kreditanfragen in kurzer Zeit
—
Häufiger Wechsel von Bankkonten oder Kreditkarten
—
Überschreitung des Dispokredits über lange Zeit
Wie kannst du deine Bonität verbessern?
—
Kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa einholen und Fehler korrigieren lassen
—
Alte, abgeschlossene Einträge nach Ablauf der Löschfrist (3 Jahre) auf Löschung prüfen
—
Bestehende Kleinkredite und Ratenkäufe vor der Anfrage tilgen
—
Kreditanfragen bei Banken als „Konditionsanfrage“ stellen — wird nicht in der Schufa vermerkt
—
Stabile Einkommensverhältnisse herstellen — Jobwechsel kurz vor der Finanzierung vermeiden
Unser Tipp
Hole dir mindestens 6 Monate vor dem geplanten Immobilienkauf deine kostenlose Schufa-Selbstauskunft.
Zinsen & Zinsbindung
Zinsen & Zinsbindung — der entscheidende Kostenfaktor
Der Zinssatz ist der größte Kostenfaktor deiner Baufinanzierung. Ein halbes Prozent mehr oder weniger kann über die gesamte Laufzeit Zehntausende Euro ausmachen.
Sollzins vs. Effektivzins
Begriff
Bedeutung
Sollzins (Nominalzins)
Der reine Darlehenszins, keine Nebenkosten
Effektivzins (effektiver Jahreszins)
Enthält alle Kosten — der wirklich vergleichbare Wert
Unbedingt merken
Vergleiche immer den Effektivzins — nicht den Sollzins.
Was beeinflusst deinen Zinssatz?
—
Marktlage: Die EZB beeinflusst über den Leitzins das allgemeine Zinsniveau
—
Zinsbindungsdauer: Längere Zinsbindung = höherer Zins
—
Eigenkapitalquote: Mehr Eigenkapital = niedrigerer Zinssatz
—
Beleihungsauslauf: Je höher der finanzierte Anteil, desto teurer
—
Bonität: Gute Schufa und stabiles Einkommen verbessern deinen Zinssatz
Was ist die Zinsbindung?
Zinsbindung
Zinsniveau
Wann sinnvoll?
5 Jahre
Niedrigster Zins
Hohes Zinsrisiko — nur bei geplantem Verkauf/Sondertilgung
10 Jahre
Guter Kompromiss
Beliebteste Variante
15 Jahre
Mehr Sicherheit
Etwas teurer, aber 5 Jahre mehr Planbarkeit
20 Jahre
Maximale Sicherheit
Höchster Zins, aber optimaler Schutz über 2 Jahrzehnte
Strategische Empfehlung
In einem Niedrigzinsumfeld lohnt sich eine lange Zinsbindung (15–20 Jahre). In einem Hochzinsumfeld kann eine kürzere Bindung sinnvoller sein.
Rechenbeispiel
Je 5 Jahre mehr Zinsbindung steigt der Zinssatz um ca. 0,1–0,3 Prozentpunkte. Bei 300.000 € Darlehen bedeutet 0,2 % mehr Zins einen Mehrbetrag von ca. 600 € pro Jahr — also 9.000 € über 15 Jahre. Oft gut investiert für die Planungssicherheit.
Tilgung richtig wählen
Tilgung richtig wählen
Die Tilgung bestimmt, wie schnell du dein Darlehen zurückzahlst — und damit, wie lange du Zinsen zahlen musst.
Was ist die Tilgung?
Beim Annuitätendarlehen bleibt die Gesamtrate konstant — der Tilgungsanteil steigt mit der Zeit, weil du weniger Zinsen auf die sinkende Restschuld zahlst.
Rechenbeispiel
Darlehen 300.000 € — Zins 3,5 % — Anfangstilgung 2 % — monatliche Rate 1.375 €. Im ersten Monat: 875 € Zinsen + 500 € Tilgung. Nach 10 Jahren: ca. 700 € Zinsen + 675 € Tilgung.
Wie viel Tilgung ist sinnvoll?
Anfangstilgung
Ungefähre Laufzeit
Bewertung
1,0 %
ca. 40 Jahre
Sehr lange Laufzeit — nicht empfehlenswert
2,0 %
ca. 27 Jahre
Akzeptabler Kompromiss — Mindestempfehlung
3,0 %
ca. 21 Jahre
Gut — schnellerer Schuldenabbau
4,0 %
ca. 17 Jahre
Sehr gut — hohe Monatsrate, maximale Kosteneinsparung
Volltilger
Laufzeit = Zinsbindung
Keine Restschuld, maximale Sicherheit
Faustregel
Wähle eine Tilgung so hoch, dass das Darlehen spätestens mit Beginn des Rentenalters vollständig getilgt ist. Wer mit 35 Jahren kauft und mit 67 in Rente geht, hat 32 Jahre Zeit — das entspricht mindestens 2,5–3 % Anfangstilgung.
Sondertilgung — flexibel mehr zurückzahlen
—
Typische Sondertilgungsoption: 5–10 % der ursprünglichen Darlehenssumme pro Jahr
—
Sondertilgungen kürzen die Restschuld direkt und reduzieren die Gesamtzinskosten
—
Nicht jeder Vertrag erlaubt Sondertilgungen — darauf achten bei der Auswahl
Unser Rat
Bestehe auf einer Sondertilgungsoption von mindestens 5 % pro Jahr — möglichst ohne Aufpreis.
Wir rechnen deine Finanzierung transparent durch
Zinssatz, Tilgung und Gesamtkosten — gemeinsam durchgerechnet, ohne versteckte Kosten.
Annuitätendarlehen
Annuitätendarlehen einfach erklärt
Das Annuitätendarlehen ist die mit Abstand häufigste Form der Baufinanzierung in Deutschland.
Was bedeutet Annuität?
Eine Annuität ist eine gleichbleibende monatliche Zahlung, die sowohl Zinsen als auch Tilgung enthält. Am Anfang zahlst du viel Zinsen und wenig Tilgung. Mit der Zeit sinkt die Restschuld — und damit auch die Zinslast. Der freigewordene Betrag fließt automatisch in die Tilgung.
Wie entwickeln sich Zins und Tilgung im Zeitverlauf?
Grundlage: 300.000 € Darlehen, 3,5 % Zins, 2 % Anfangstilgung, monatliche Rate 1.375 €.
Zeitpunkt
Restschuld (ca.)
Zinsanteil / Tilgungsanteil (mtl.)
Monat 1
300.000 €
875 € (3,5 %) / 500 € (2 %)
Jahr 5
ca. 270.000 €
788 € / 587 €
Jahr 10
ca. 236.000 €
686 € / 689 €
Jahr 15
ca. 198.000 €
578 € / 797 €
Jahr 20
ca. 154.000 €
449 € / 926 €
Jahr 27
ca. 0 €
vollständig getilgt
Vorteile des Annuitätendarlehens
—
Planbare gleichbleibende Rate
—
Weit verbreitet — guter Wettbewerb unter Banken
—
Flexibel kombinierbar mit Sondertilgungsoptionen
—
Zinsbindung frei wählbar (5–30 Jahre)
Nachteile des Annuitätendarlehens
—
Nach der Zinsbindung besteht Zinsrisiko bei der Anschlussfinanzierung
—
Tilgung dauert lange bei niedrigen Anfangstilgungen
—
Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Ablösung möglich
Anschlussfinanzierung
Anschlussfinanzierung & Prolongation
Die Zinsbindung deines Darlehens läuft aus — und plötzlich stehst du vor einer wichtigen Entscheidung.
Was ist eine Anschlussfinanzierung?
Wenn die Zinsbindungsdauer endet, ist dein Darlehen in der Regel noch nicht vollständig getilgt. Du hast zwei Optionen:
—
Prolongation: Du verlängerst den Vertrag bei deiner aktuellen Bank
—
Umschuldung: Du wechselst zu einer anderen Bank mit besseren Konditionen
Die wichtigste Erkenntnis
Deine aktuelle Bank hat ein Interesse daran, dich als Kunden zu behalten — aber nicht unbedingt daran, dir die besten Konditionen zu geben. Vergleiche vor der Verlängerung immer Angebote anderer Banken. Wir übernehmen diesen Vergleich für dich — kostenlos.
Wann sollte ich mich um die Anschlussfinanzierung kümmern?
Zeitpunkt
Empfehlung
12–24 Monate vorher
Forward-Darlehen abschließen — heutige Zinsen sichern
6–12 Monate vorher
Angebote vergleichen, Entscheidung vorbereiten — noch gut
3–6 Monate vorher
Sollte abgeschlossen sein — zu spät für Forward-Darlehen
Bei Ablauf (zu spät)
Unter Zeitdruck — Verhandlungsposition schwach
Was ist ein Forward-Darlehen?
Ein Forward-Darlehen ist eine Anschlussfinanzierung, die du bis zu 5 Jahre im Voraus zu den heute geltenden Zinsen abschließen kannst.
—
Vorteil: Planungssicherheit — du kennst deinen zukünftigen Zinssatz bereits heute
—
Vorteil: Schutz vor steigenden Zinsen über den Vorlaufzeitraum
—
Nachteil: Kleiner Zinsaufschlag für die Vorlaufzeit (ca. 0,01–0,03 % pro Monat)
—
Nachteil: Wenn Zinsen fallen, bist du an den höheren Satz gebunden
Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen?
In einem Niedrigzinsumfeld oder bei erwarteten Zinssteigerungen sinnvoll. In einem Hochzinsumfeld mit Aussicht auf sinkende Zinsen eher nicht.
Gesamtkosten
Was kostet mein Kredit wirklich?
Der Kaufpreis der Immobilie ist eine Zahl — was du am Ende wirklich für dein Eigenheim bezahlst, ist eine ganz andere.
Die Formel für die Gesamtkosten
Gesamtkosten = Kaufpreis + Kaufnebenkosten + gesamte Zinszahlungen über die Laufzeit
Szenario (Basis: 300.000 €)
Laufzeit
Gesamte Zinszahlungen
3,5 %, 1 % Tilgung
ca. 40 Jahre
ca. 210.000 € (70 % des Kaufpreises extra!)
3,5 %, 2 % Tilgung
ca. 27 Jahre
ca. 120.000 € (40 %)
3,5 %, 3 % Tilgung
ca. 21 Jahre
ca. 85.000 € (28 %)
3,5 %, Volltilger 20 J.
20 Jahre
ca. 110.000 € (37 %) — aber in 20 Jahren fertig
Die wichtigste Erkenntnis
Zwei Prozent mehr Anfangstilgung sparen dir 90.000 € Zinsen und 13 Jahre Laufzeit.
Gesamtkosten-Beispielrechnung auf einen Blick
Position
Betrag
Kaufpreis Immobilie
300.000 €
Kaufnebenkosten (ca. 9 %, inkl. Makler)
27.000 €
Eigenkapital (selbst eingebracht)
-80.000 €
Darlehensbetrag
247.000 €
Gesamte Zinszahlungen (3,5 %, 2 % Tilgung, ca. 26 Jahre)
ca. 98.000 €
Gesamtausgaben für die Immobilie
ca. 425.000 €
Versteckte Kosten, die viele vergessen
—
Bereitstellungszinsen: Ab dem 3.–6. Monat, wenn das Darlehen nicht sofort abgerufen wird
—
Schätzkosten: Gutachter für die Immobilienbewertung — 300–800 €
—
Grundbuchkosten bei Anschlussfinanzierung: Bei Bankwechsel erneute Notar- und Grundbuchkosten
Makler vs. Direktbank
Makler vs. Direktbank — was lohnt sich?
Soll ich direkt zur Bank gehen oder einen Finanzierungsmakler nutzen?
Kriterium
Direktbank
Makler (PMG insura)
Angebote
Nur eigene Produkte
Hunderte Banken und Bausparkassen im Vergleich
Unabhängigkeit
Gebunden an eigene Konditionen
Vollständig unabhängig
Kosten für dich
Keine direkten Kosten
Keine direkten Kosten — Vergütung durch Bank
Beratungsqualität
Gut für Standardfälle
Besonders gut bei komplexen Situationen
KfW-Förderung
Manche Banken unterstützen
Wir koordinieren alle Förderanträge
Erreichbarkeit
Filialzeiten oder Online
Flexibel — auch abends, am Wochenende, per Video
Das Wichtigste in Kürze
Ein Baufinanzierungsmakler kostet dich nichts extra — der Zinssatz ist derselbe, den du direkt bei der Bank bekommst. Aber du bekommst Zugang zu Hunderten Angeboten statt zu einem einzigen.
Warum PMG insura?
—
Über 400 Bankpartner im Vergleich
—
Persönliche Beratung — nicht nur Online-Rechner
—
Wir koordinieren KfW- und Förderanträge für dich
—
Auch nach Vertragsabschluss dein Ansprechpartner
—
Beratung auch digital — per Telefon, E-Mail oder Videocall
Unser Versprechen
Wir verdienen nur, wenn du abschließt — und nur wenn du zufrieden bist. Das ist unser Anreiz, dir wirklich das beste Angebot zu finden.
Häufige Fehler
Häufige Fehler bei der Baufinanzierung
Eine Baufinanzierung ist die größte finanzielle Entscheidung des Lebens. Wir haben die häufigsten Fallen für dich zusammengestellt.
Fehler 1: Zu wenig Eigenkapital
Wer ohne oder mit sehr wenig Eigenkapital kauft, zahlt deutlich höhere Zinsen und nimmt ein erhebliches finanzielles Risiko in Kauf.
Fehler 2: Kaufnebenkosten vergessen
Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler machen 8–12 % des Kaufpreises aus.
Fehler 3: Zu niedrige Tilgung wählen
Mit 1 % Anfangstilgung dauert deine Baufinanzierung über 40 Jahre.
Fehler 4: Nur eine Bank anfragen
Schon 0,3 % bessere Konditionen bedeuten bei 300.000 € Darlehenssumme über 27 Jahre eine Ersparnis von ca. 25.000 €.
Fehler 5: Zu kurze Zinsbindung aus Spargründen
Eine kürzere Zinsbindung ist günstiger, bringt aber Risiko steigender Zinsen bei der Anschlussfinanzierung. Wer nicht risikobereit ist, sollte mindestens 10–15 Jahre wählen.
Fehler 6: Keine Absicherung der Finanzierung
Eine Baufinanzierung ohne Risikolebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung gefährdet dein Eigenheim und deine Familie.
Fehler 7: Förderprogramme nicht nutzen
KfW-Darlehen, Landesprogramme und Zuschüsse werden erschreckend oft nicht beantragt.
Fehler 8: Immobilie ohne Gutachten kaufen
Besonders bei Bestandsimmobilien können versteckte Mängel teuer werden. Ein Gutachten kostet 500–2.000 € — kann aber Zehntausende Euro Fehlinvestitionen verhindern.
Unser Schutz für dich
Mit uns an deiner Seite vermeidest du diese Fehler. Wir decken alle Aspekte einer guten Baufinanzierung ab — von der Eigenkapitalanalyse über den Marktvergleich bis zur Absicherung.
Absicherung
Absicherung der Baufinanzierung
Du hast deine Traumimmobilie gefunden, die Finanzierung steht — und dann? Eine Baufinanzierung ohne passende Absicherung ist wie ein Haus ohne Fundament.
Risikolebensversicherung — Pflicht für Paare und Familien
Zahlt eine vorab vereinbarte Summe an deine Hinterbliebenen, wenn du während der Laufzeit stirbst. Mit dieser Summe kann das Darlehen abgelöst werden.
—
Deckungssumme sollte mindestens der Darlehenssumme entsprechen
—
Laufzeit sollte mindestens bis zur Hälfte der Finanzierungslaufzeit reichen
—
Für Paare: gegenseitige Absicherung oder Überkreuzversicherung
—
Günstig und oft unterschätzt: oft weniger als 20 € monatlich
Berufsunfähigkeitsversicherung — der wichtigste Schutz
Was, wenn du nicht stirbst — aber auch nicht mehr arbeiten kannst? Berufsunfähigkeit ist deutlich häufiger als der Tod im Erwerbsleben. Eine BU-Versicherung sichert dein Einkommen und damit dein Eigenheim. Mehr dazu auf unserer Seite zur Berufsunfähigkeitsversicherung.
Wichtige Verbindung
Baufinanzierung und BU-Versicherung gehören zusammen. Wer das Eigenheim kauft und dabei die BU vernachlässigt, riskiert alles.
Wohngebäudeversicherung — von der Bank vorgeschrieben
Bei den meisten Baufinanzierungen Pflichtbedingung der Bank. Schützt das Gebäude gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel.
—
Versicherungssumme muss dem aktuellen Gebäudewert entsprechen — Unterversicherung vermeiden
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Elementarschäden (Überflutung, Erdrutsch) sind oft nicht automatisch enthalten
—
Jährliche Anpassung an den Baukostenindex empfehlenswert
Ratenschutzversicherung — mit Vorsicht zu genießen
Einige Banken bieten eine Ratenschutzversicherung an, die bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit die Raten übernimmt. Diese Produkte sind oft teuer und haben viele Ausschlüsse.
Ganzheitliche Beratung bei PMG insura
Wir sind nicht nur Baufinanzierungsberater — wir sind Versicherungsmakler. Wir beraten dich in einem Gespräch zu Baufinanzierung, Risikoleben, Berufsunfähigkeit und Wohngebäudeversicherung. Alles aus einer Hand, aufeinander abgestimmt.
KfW-Förderung
KfW-Förderung & staatliche Hilfen
Wer eine Immobilie kauft oder baut, muss nicht alles selbst finanzieren. Der Staat unterstützt Käufer und Bauherren mit zinsvergünstigten Darlehen, Zuschüssen und Steuererleichterungen — vor allem über die KfW-Bank.
Was ist die KfW?
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine staatliche Förderbank. KfW-Darlehen werden nicht direkt bei der KfW beantragt, sondern über deine Hausbank oder deinen Finanzierungsvermittler.
Die wichtigsten KfW-Programme für Immobilienkäufer
Programm
Bezeichnung
Für wen & wie viel
KfW 297 / 298
Wohngebäude Kredit
Neubau/Kauf Effizienzhaus — bis 150.000 € pro Wohneinheit
KfW 124
Wohngebäude Kredit (Bestand)
Kauf Bestandsimmobilie ohne Energieeffizienz — bis 100.000 €
KfW 261
Bundesförderung Effiziente Gebäude
Energetische Sanierung — bis 150.000 € plus Tilgungszuschuss bis 45 %
KfW 134
Wohneigentumsprogramm (Bestand)
Kauf/Bau selbstgenutztes Wohneigentum — bis 100.000 €
Wohngeld (kommunal)
Einkommensabhängige Förderung
Für einkommensschwache Haushalte
Wichtig zu wissen
KfW-Förderung muss VOR Baubeginn oder VOR Kaufvertrag beantragt werden — eine nachträgliche Beantragung ist in der Regel nicht möglich.
Wie viel kann ich mit KfW-Förderung sparen?
Der Zinsvorteil beträgt je nach Programm und Marktlage 0,2 bis 0,8 Prozentpunkte. Bei einem Förderkredit von 100.000 € und 0,5 % Zinsvorteil über 20 Jahre sind das ca. 10.000 € Ersparnis.
Regionale Förderprogramme
In Bayern gibt es z. B. die BayernLabo (Bayerische Landesbodenkreditanstalt) mit eigenen Förderdarlehen für den Ersterwerb von selbstgenutztem Wohneigentum — besonders interessant für Käufer in der Region Günzburg und Schwaben.
Unser Rat
Wir behalten den Überblick über alle aktuellen KfW-, Landes- und Kommunalprogramme und beantragen für dich, was möglich ist — bevor du unterschreibst.
Für Selbstständige
Baufinanzierung für Selbstständige
Selbstständige und Freiberufler haben es bei der Baufinanzierung oft schwerer als Angestellte.
Warum ist es für Selbstständige schwieriger?
Banken lieben Planbarkeit. Ein Angestellter hat ein monatlich garantiertes Gehalt. Selbstständige haben dagegen schwankende Einnahmen und weniger staatlichen Schutz bei Einkommensausfall.
Was Banken von Selbstständigen verlangen
Dokument
Wozu benötigt
Steuerbescheide
Letzte 2–3 Jahre — zeigt durchschnittlichen Jahresgewinn
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder Bilanz
Detaillierte Aufstellung der betrieblichen Einnahmen/Ausgaben
Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
Aktuelle Übersicht der Geschäftsentwicklung
Gewerbeanmeldung oder Freiberufler-Nachweis
Bestätigung der selbstständigen Tätigkeit
Kontoauszüge
Meist letzte 3–6 Monate — zeigt laufenden Cashflow
Ggf. Steuerberater-Bestätigung
Manche Banken akzeptieren dies als Zusatznachweis
Strategie für Selbstständige
Banken rechnen oft mit dem Durchschnitt der letzten 2–3 Jahre. Wer ein schwaches Jahr hatte, sollte erklären, warum — und zeigen, dass es eine Ausnahme war.
Nicht alle Banken bewerten Selbstständige gleich. Im Rahmen unserer unabhängigen Beratung wissen wir, welche Institute in deiner Situation die besten Chancen bieten.
Immobilie als Kapitalanlage
Immobilie als Kapitalanlage
Eine Immobilie zu kaufen und zu vermieten ist für viele Deutsche der klassische Weg zum Vermögensaufbau.
Eigenheim vs. Kapitalanlage — die wichtigsten Unterschiede
Aspekt
Selbstgenutztes Eigenheim
Kapitalanlage
Zweck
Selbstnutzung
Vermietung — Mieteinnahmen
Finanzierung
Bank prüft Einkommen als Rücklage
Bank rechnet Mieteinnahmen an
Zinsen
Nicht steuerlich absetzbar
Voll als Werbungskosten absetzbar
Steuer
Kein Vorteil außer Energiemaßnahmen
Abschreibung (AfA) 2 % pro Jahr auf Gebäudewert
Rendite
Keine Mietrendite, aber Wertsteigerung
Ziel: positive Rendite aus Miete und Wertzuwachs
Wie berechnet man die Mietrendite?
Formel: (jährliche Kaltmiete ÷ Kaufpreis) × 100 = Bruttomietrendite in Prozent
Rechenbeispiel
Kaufpreis 250.000 € — monatliche Kaltmiete 900 € — Jahresmiete 10.800 € — Bruttomietrendite 4,32 %. Nach Abzug von Nebenkosten, Instandhaltung und Leerstand bleibt eine Nettomietrendite von ca. 3,0–3,5 %.
Steuerliche Vorteile bei Kapitalanlage-Immobilien
—
Zinsen für das Darlehen vollständig als Werbungskosten absetzbar
—
Abschreibung (AfA) von 2 % des Gebäudewerts pro Jahr (Altbau) oder 3 % (Neubau ab 2023)
—
Reparatur- und Instandhaltungskosten absetzbar
—
Nach 10 Jahren Haltedauer ist der Verkaufsgewinn steuerfrei (Spekulationsfrist)
Unser Rat
Eine Kapitalanlage-Immobilie sollte immer zusammen mit einem Steuerberater geplant werden. Wir kooperieren mit erfahrenen Steuerberatern und begleiten dich von der Finanzierungsstruktur bis zur steuerlichen Optimierung.
Modernisierung & Sanierung
Modernisierung & Sanierung finanzieren
Du kaufst eine Bestandsimmobilie und möchtest sie renovieren? Oder du besitzt bereits ein Haus und willst energetisch sanieren?
Welche Sanierungsmaßnahmen werden finanziert?
—
Dämmung von Dach, Fassade und Keller
—
Austausch alter Heizungsanlagen (z. B. Wärmepumpe, Pelletheizung)
—
Einbau neuer Fenster und Türen
—
Einbau einer Photovoltaikanlage und Batteriespeicher
—
Modernisierung von Bädern, Küchen oder Elektroinstallationen
—
Barrierefreier Umbau — KfW-Förderung verfügbar
Finanzierungsmöglichkeiten für Modernisierungen
Möglichkeit
Details
KfW-Kredit 261 (Energetische Sanierung)
Bis zu 150.000 € pro Wohneinheit, Tilgungszuschüsse möglich
Nachrangdarlehen
Zusätzlich zur laufenden Baufinanzierung — oft teurerer Zins
Eigenkapital
Kleinere Maßnahmen idealerweise aus Rücklagen finanzieren
BAFA-Zuschuss (Heizungsförderung)
Für neue Wärmepumpen und Biomasseheizungen — bis zu 70 % Zuschuss
Kommunale Förderprogramme
Je nach Gemeinde unterschiedliche Zuschüsse für Energiemaßnahmen
Wichtig
Sanierungen sollten vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie genau geplant werden. Die Kosten fließen idealerweise in die ursprüngliche Baufinanzierung ein — das ist oft günstiger als eine spätere Nachfinanzierung.
Neubau oder Bestand?
Neubau, Fertighaus oder Bestandsimmobilie?
Eigenheim ist nicht gleich Eigenheim. Jede Option hat eigene Vorteile, Risiken und Finanzierungsbesonderheiten.
Typ
Vorteile
Nachteile
Neubau (Massivbau)
Höchste Qualität, alles nach Wunsch
Höchste Kosten, längere Bauzeit, Bauträger-Risiko
Fertighaus
Kurze Bauzeit, Festpreisgarantie
Weniger Individualität, Qualität herstellerabhängig
Bestandsimmobilie
Sofort bezugsfähig, gewachsene Lage
Renovierungsbedarf, Energiekosten, Altlasten möglich
Finanzierungsbesonderheiten beim Neubau
Das Darlehen wird nicht auf einmal ausgezahlt, sondern in Bauraten entsprechend dem Baufortschritt. Du zahlst während der Bauphase Bereitstellungszinsen auf noch nicht abgerufene Beträge.
—
Bereitstellungszinsen ab dem 3.–6. Monat einplanen
—
Puffer für Baukostenüberschreitungen von 10–20 % vorsehen
—
Bauträger-Bonität prüfen — Referenzprojekte und Insolvenzabsicherung
Finanzierungsbesonderheiten beim Fertighaus
Fertighäuser werden oft als Komplettpaket mit Grundstück und Haus angeboten. Wichtig: Bauträgerverträge genau prüfen — was ist inklusive, was kostet extra?
Finanzierungsbesonderheiten bei Bestandsimmobilien
Läuft in der Regel als klassisches Annuitätendarlehen. Wichtig ist ein Gutachten vor dem Kauf, um versteckte Mängel und den wirklichen Marktwert zu kennen.
Unser Rat
Egal für welchen Weg du dich entscheidest — wir begleiten dich von der ersten Beratung bis zur Schlüsselübergabe und vergleichen Finanzierungsangebote für alle drei Immobilientypen.
Neubau, Fertighaus oder Bestandsimmobilie?
Egal welches Projekt du planst — wir finden die passende Finanzierung dafür.
Häufige Fragen
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist eine Baufinanzierung genau?
Ein zweckgebundenes Darlehen zum Kauf, Bau oder zur Sanierung einer Immobilie. Die Immobilie dient als Sicherheit (Grundschuld) für die Bank, wodurch die Zinsen deutlich niedriger sind als bei einem normalen Ratenkredit.
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?
Wie hoch sollte meine Tilgung sein?
Lohnt sich ein Finanzierungsmakler oder sollte ich direkt zur Bank gehen?
Was passiert nach Ablauf meiner Zinsbindung?
Welche Förderungen kann ich nutzen?
Muss ich meine Baufinanzierung zusätzlich absichern?
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